Schiffstaufe 2011

Unser Schiff wird getauft!

Endlich, wir haben es geschafft !

27. August 2011

Es ist geschafft, heute wird unser Schiff getauft.

Der Name? Klar, wieder ein Schmetterling: MARIPOSA (span.). Unser kleines Boot hieß schon Farfalino (ital.).


Der Rückblick

Frühsommer 2007:

Nach dem wir uns dutzende Schiff angesehen haben, bekamen wir den Tipp, dass in Bremen eine Reinke 13m, die fast fertig ausgebaut ist, zum Verkauf steht.

Sehr freundliche Eigentümer führten uns durch ihr Schiff, aber der Funke wollte nicht so recht überspringen. Der Ausbau entsprach in Art und Qualität nicht unseren Vorstellungen. Aber eine Reinke 13m …. , das ist schon unser Traum.

Also nach Hause und viel rechnen, diskutieren und vor allen Dingen die entscheidende Frage klären:

“Wollen wir das überhaupt ?”

Nach reiflichen Überlegungen machten wir ein Angebot und waren plötzlich „stolze“ Besitzer eines Ausbauprojektes. Oh Gott!

Nach der Überführung nach Schwerin, haben wir es dann fast vollständig entkernt und mit einem neuen Grundriss vollkommen neu ausgebaut. Das Rigg und die Segel haben wir in Auftrag gegeben, den Holzausbau, die gesamte Elektrik, Sanitär und Heizung, sowie die Navigationselektronik u.v.m. haben wir dann selbst geplant und gebaut.

Nun stellt ihr sicher gern die Frage: Habt ihr es bereut oder würdet ihr es nochmal machen? Klare Antworten: Ulrike – Nein, auf keinen Fall! Dirk – Ja, das war nicht mein letztes Schiff!

Hier unsere wichtigsten Erfahrungen:
1. Schiff(aus)bau ist ein Projekt und muss auch so angegangen und behandelt werden. Das macht man nicht einfach mal so nebenbei. Eiserne Disziplin und klare Prioritätensetzung bei Geld und Zeit!

2. Handwerkliches Geschick und Erfahrungen sind natürlich notwendig. Die hatten wir, aber ein Schiff haben wir bisher auch noch nicht gebaut.

3. Ausreichende Zeit einplanen. Eine realistische Zeitplanung ist wichtig.

4. Gute Arbeitsbedingungen schaffen und Werkzeug beschaffen. Wir hatten eine gute Halle. Treppe statt Leiter bauen.

5. Mehr Geld einplanen. Es wird so oder so teurer. Unser Budget haben wir mit fast 100 % überzogen.

An dieser Stelle möchten wir allen Helfern nochmals herzlich für ihre Hilfe und Unterstützung danken, besonders bei dir Axel!


04. August 2011:

23.15 Uhr NDR 2 Verkehrsdurchsage: „ Behinderung auf der B 106 zwischen Schwerin und Wismar wegen eines Schwerlasttransportes, der nicht überholt werden kann!“

Unser Lebenstraum ist auf dem Weg in sein Element. Nach 4 Jahren Bauzeit ist es nun endlich soweit. Wir sind aufgeregt, hoch angespannt und überglücklich zugleich. Wird es schwimmen, werden alle Borddurchlässe dicht sein? Wird der Motor anspringen und laufen? Und vor allen Dingen, wie wird es segeln?

Wir haben uns nach entbehrungsreicher Zeit und durch gesundheitliche Rückschläge dazu entschlossen, unser Schiff doch noch in diesem Jahr ins Wasser zu bringen, auch wenn ein paar Kleinigkeiten noch nicht fertig sind. So können wir noch den Rest der Saison nutzen, gleich die zu erwartenden Kinderkrankheiten abzustellen und können so sicherstellen, dass wir mit Beginn der nächsten Saison sofort voll einsatzbereit sind.

Am nächsten Tag: das Schiff schwimmt!

Das Riggen machen wir selbst, aber es gibt zum wiederholten Male Probleme mit dem Mastenbauer – keine Empfehlung! Wir müssen das Riggen um fast drei Wochen verschieben und damit auch die Schiffstaufe.

  • Frank Hinkler
    MARIPOSA
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Ursprung vor Beginn

2008

Bauphase in 2008

2009

Riggabnahme Juli 2009

2010