Aktuelles

Unser Standort bei Marine Traffic

Dienstag, 4. April 2017 - 21:46 Uhr
Die ersten Pflanzen

In einer kleinen Ecke wurde heute schon einmal der erste Rucola ausgepflanzt.
Diese Woche holen wir noch unsere Ackerfräse und dann geht es aber zur Sache.

Sonntag, 12. März 2017 - 21:43 Uhr
Heute mal frei

Nach vielen Tagen harter Arbeit auf unserem Grundstück gönnen wir uns heute bei schönstem Wetter wieder einmal einen Ausflug auf unseren höchsten Berg.

Bei bestem Wetter offenbart sich der Pico einmal in besonderer Form.

Ulrike findet die Minze hier oben besonders schmackhaft.

Samstag, 11. Februar 2017 - 16:49 Uhr
Hardworking - Das faule Bordleben hat ein Ende

Wir können nun auf unser Grundstück. Eigentlich wollten wir alles mit Ruhe angehen lassen, aber der Vermesser muss auf´s Gelände und für ihn müssen wir einen Teil der vollkommen verwilderten Grundstücksgrenze freilegen. Habt ihr schon mal einen Dschungel gerodet? So kommen wir uns vor.

Wichtigstes Equipment ist die gute Motorsäge und ein leistungsstarker Freischneider (Motorsense). Aber es macht nach so langer fauler Zeit an Bord richtig Spaß und man sieht ja auch jeden Tag, was man geschafft hat.

Es wird aber noch einige Wochen vergehen, bis wir uns in alle Ecken des Grundstückes vorgekämpft haben.

Wir haben unsere Pläne für die Häuser fertig und in der kommenden Woche gehen diese zu einem Architekten für die Genehmigungsplanung. Mal sehen, was dann noch von unseren Wünschen übrig geblieben ist.

Freitag, 3. Februar 2017 - 14:51 Uhr
Auf dem Schaukelschiff

Ein bereits länger angekündigter Orkan ging in den letzten zwei Tagen nur 200 Meilen nördlich von uns durch. Der Wind war bei uns mit nur 7 Windstärken kein Problem. Aber die Wellen! In der Vorhersage sollten wir vor unserem Hafen 6 - 8 m Wellen bekommen, die dann aber mehr längs an der Küste entlang gelaufen sind. Weiter nördlich sollten die Wellen bis 17 (!) m haben. Geht das überhaupt? Für uns unvorstellbar.

Alle Fischer holten ihre Boote wieder aus dem Wasser, aber diesmal zogen sie ihre Boote bis in die Straßen unserer kleinen Stadt Velas hinauf. Wir waren also gewarnt. Als dann auch noch der Pilot (Lotsenschiff) unseren Hafen verließ und in dem größeren Hafen von Horta Schutz gesucht hat, wussten wir, jetzt wird es ernst.

Mit zehn Leinen und sechs Ruckfedern haben wir uns kreuz und quer im Hafen verspannt. Alle Fender kamen zum Einsatz. Unsere kleine moderne Marina ist eigentlich sehr geschützt, aber der riesige Schwell drückt an den Molenköpfen wie eine gigantische Pumpe die Wassermassen in den Hafen und lässt die Schwimmstege und unser Schiff auf und nieder fahren. Das ständig ein- und ausfließende Wasser reißt unser Schiff im Sekundentakt hin und her, so dass wir uns bei allen Bewegungen im Salon festhalten müssen.

Die Nacht wird anstrengend. Chica fällt irgendwann vor Erschöpfung in den Schlaf. Bei uns geht es leider nicht so einfach. Nach dem ich alle Geräusche als harmlos identifizieren kann, besiegt mich der Schlaf. Ulrike quält sich durch die erste Nacht.

Nun haben wir auch die zweite Nacht hinter uns. Sie war besser. Der Pilot ist wieder da und eben hat auch die erste Fähre seit drei Tagen angelegt.

Unsere Schadensbilanz hält sich in Grenzen. Ein geplatzter Kugelfender und eine neue dicke Forsheda-Ruckfeder hat sich mit einem lauten Knall verabschiedet. Unsere Leinen zeigen Spuren der Belastung und eine Klampe hat sich im Deck losgeruckelt . Dass ist echt Mist.

Allerdings hat der Molenbau weit mehr abgekommen. Seit einem Jahr baut man intensiv an der Verlängerung der westlichen Mole für den Haupthafen. Die Wellen haben Pingpong mit den tonnenschweren Betonwürfeln gespielt, die noch nicht richtig verbaut waren. Außerdem scheinen hunderte Tonnen von Steinen verschwunden zu sein.


Foto: Der kleine Hafen von "unserem" Dorf Urzelina noch kurz vor dem Stum.

Mittwoch, 25. Januar 2017 - 11:51 Uhr
Auf dem Weg zu meiner Insel

Jetzt sitze ich in Lissabon auf dem Flughagen und warte auf meinen Weiterflug nach Ponta Delgada (Azoren).

Zwei Wochen Deutschland waren schön und zugleich unwahrscheinlich anstregend. Das schönste Erlebnis waren natürlich die Tage mit meiner kleinen Enkelin Anni und ihren Eltern. Leider waren das nur drei Tage.

Oh, jetzt Boarding. Da ich wieder in Ponta Delgada Zeit habe, schreibe ich da weiter.

Es ist 15 Uhr azorischer Zeit. Ich sitze im Hotel in Ponta Delgada und für heute ist erst einmal Schluss mit der Fliegerei. Aber dazu am Ende mehr.

Also weiter im Text:
Angekommen in meiner alten Heimat standen eine Menge Termine an. Oberste Priorität hatte natürlich die OP-Vorbereitung und die eigentliche OP. Vielen Dank Katharina für deine Hilfe!
Die OP kann ich abhaken, da alles super verlief. Nun noch ein paar Tage schonen und dann kann es losgehen mit ..... Na mit was wohl?

Jeden Tag war ich total fertig. Die vielen Besuche bei und mit Freunden und das viele Quatschen, man ist nichts mehr gewöhnt.
Dabei habe ich nur einen kleinen Teil der Freunde besuchen können. Sorry, schon einmal hier. Effektiv vier Tage sind einfach zu wenig um euch alle "abfertigen" zu können.

Anstrengend war aber auch das Stadtleben. Die vielen Geschäfte mit einem schier sinnlosen Überfluss an Dingen, die kein Schwein braucht. Aber auch die Hektik, mit der die Leute unterwegs sind und drängeln. Leute, Weihnachten ist doch vorbei.
Oh oh, wie habe ich mich doch schon in dieser kurzen Zeit verändert.

Was war nun schlimmer, die verrückten Menschen oder das eklige Wetter? Beides!

Heute dann 06 Uhr geht mein Flieger von HH. Mein Schiffsmädchenjunge hat alles für mich super geplant. Zwischenlandung in Lissabon mit 2,5 Stunden Aufenthalt, dann weiter auf die Azoren nach Ponta Delgada. Auf unsere Insel fliegt nachmittags kein Inselhopper mehr, deshalb sollte es mit dem Flieger auf die Nachbarinsel Pico gehen und von dort dann am Abend mit der Fähre auf unsere Insel. So der Plan. In Lissabon angekommen lese ich im Internet, dass der Flughafen Hamburg ab 08.30 Uhr sämtlichen Flugverkehr eingestellt hat, da man dort ein Serverproblem hat. Na da hatte ich ja riesiges Glück. Aber noch bin ich ja nicht zu Hause.

Wir sitzen alle in unserem Flieger in Lissabon und nichts passiert. Nach einer Weile meldet sich der Flugkapitän, dass es ein technisches Problem gibt und wir den Terminal verlassen müssen und auf eine Außenparkposition verholen. Dort angekommen wird uns eröffnet, dass es in einem System Fog oder Smog (ich hatte es nicht richtig verstanden) gibt. Auch nicht schlecht. So etwas hatte ich noch nicht. Aber wenigsten haben sie es rechtzeitig festgestellt und nicht erst wenn wir über dem Atlantik sind. Aber die Zeit läuft und läuft.

Als wir dann endlich starten, haben wir fast eine Stunde Verspätung. Ich habe aber nur 45 Minuten Zeit in Ponta Delgada zum Umsteigen in den dritten Flieger. Auch wenn der Pilot mit seiner Maschine alles gegeben hat, wir kommen 10 Minuten zu spät. Mein Inselhopper steht schon mit drehenden Propellern auf der Startbahn und lässt uns nur noch kurz landen. So, meine Mädels sehe ich also heute nicht mehr.

Jetzt sitze ich kurzärmlig in der Sonne auf dem Balkon meines Hotelzimmers und genieße das schöne warme Wetter. Ich bin Gast der Portugiesischen Fluggesellschaft TAP mit allem was man braucht. Gutes Hotel mit Vollverpflegung, Taxi und ein Ticket morgen früh direkt auf unsere Insel. Ein kleiner Trost.



Donnerstag, 12. Januar 2017 - 18:26 Uhr
Wir haben es getan!

Gestern nun endlich, haben wir unseren Kaufvorvertrag zu unserem TRAUMGRUNDSTÜCK unterschrieben. Ja ja, ihr lest richtig! Wir schlagen hier auf unserer Insel Pflöcke ein.

Wir haben das unglaubliche Glück ein großes Grundstück direkt am Meer mit Blick auf den Pico zu kaufen. Am Rande des schönsten Inseldorfes Urzelina, direkt an einem Naturpool und in absoluter Ruhe werden wir hier zwei Gästehäuser und unser Haupthaus bauen. Es hat schon ein Weile gedauert, bis wir uns durch das Portugiesisches Immobilienrecht gewurschtelt haben und von der zuständigen Behörde einen Bauvorbescheid für unsere Vorhaben in die Hand bekommen haben. Aber mit einer deutschen Fachanwältin für Portugiesisches Immobilienrecht und mit einem neuen guten Freund werden wir es wagen.

Klar, man muss schon ein wenig verrückt sein oder vielleicht auch noch viel mehr, um so etwas zu machen. Bauen ist in Deutschland schon ein Abenteuer, aber hier .....? Wir können die Sprache noch nicht, kennen die Gepflogenheiten auf dem Bau nicht und eigentlich überhaupt nichts. Aber wir werden es trotzdem tun.

Wir hoffen, dass wir gute Partner an unserer Seite haben werden. Die Handwerker der Insel sind richtig gut, davon konnten wir uns schon überzeugen.

Ab dem Sommer wird es losgehen und bis dahin hoffen wir noch etwas zum Segeln zu kommen.


Foto: Das ist es!

Montag, 9. Januar 2017 - 21:10 Uhr
Wetter, Wetter Wetter

Der Nordatlantik wird im Moment von einem starken Hochdruckgebiet bestimmt und das Beste an der Sache ist, dass das Zentrum genau über den Azoren liegt.

Nachdem wir zu Silvester fast weggeschwommen sind und bei nur 12 Grad der Heizlüfter den ganzen Tag lief, haben wir nun seit Tagen wieder bestes Frühsommerwetter. 12 Grad ist auch für die Azoren verdammt wenig. Die Einheimischen sagten uns, dass sei der kälteste Silvestertag seit 20 Jahren und wenn hier nicht bald was passiert, wird es wohl auch der kälteste Winter seit vielen Jahren. Dann halten wir uns eben mehr im Wasser auf, da haben wir immer noch 17,5 °C. Wir aber empfinden das Wetter als angenehm. Bis jetzt können wir uns nicht beschweren. Den Winter haben wir uns deutlich schlimmer vorgestellt. Aber mal abwarten, wir haben ja noch ein paar Wochen vor uns.

Heute der beste Tag des jungen Jahres. Knappe 20 Grad und kein Wölkchen am Himmel. Wir sind wieder auf unserem höchstem Berg der Insel, dem Pico de Esperança. Vor ein paar Wochen mussten wir einen Versuch abbrechen, da einfach zu viel Wind war. Heute passte alles. Auf dem Gipfel fehlten aber schon ein paar Grad. Herrliche Sonne, doch etwas maikühl. Ist ja auch kein Wunder, denn der große Pico unserer Nachbarinsel hat seit Tagen eine mächtige Schneekuppe.

In drei Tagen geht mein Flug nach Deutschland. Endlich unsere kleine Enkelin Anni besuchen. Ich freue mich schon riesig.
Dann weiter nach Schwerin und meine längst fälligen Leisten flicken lassen. Wird echt Zeit.

Sonntag, 25. Dezember 2016 - 16:56 Uhr
Schöne Weihnachtsgrüße

Viele Grüße von den Azoren

Neuere Beiträge  Ältere Beiträge

Anmelden