Unser Bauvorhaben

Unsere Bauvorhaben

Hier wird mal unser Haus stehen

Auf diesen Seiten werden wir von unserem neuen Abenteuer "Bauen auf den Azoren" berichten.

Unser Baubericht

Sonntag, 26. November 2017
Es geht voran!

Langsam, ganz langsam passiert jetzt hier etwas.

Die Unterlagen vom Ingenieur sind nach 7 Wochen endlich fertig. Zwei Wochen waren versprochen.

Wie wir aus der Câmara (Rathaus) gehört haben, liegt unser Vorgang bereits fertig zur Abholung bereit. Die Behörde arbeitet hier wirklich super! Abholen können wir aber dann doch noch nicht, da wir die Baufirma benennen müssen, die für uns bauen wird. Das ist deshalb nötig, da nur Firmen Wohnhäuser bauen dürfen, die dazu auch eine Lizenz haben und gegen Insolvenz versichert sind. Jedes Wohnhaus muss auch nach der Fertigstellung von der Câmara abgenommen und für Wohnzwecke freigegeben werden. Erst dann darf man sein Haus beziehen. Wir lernen gerade sehr viel.

So zum Beispiel, dass die Hygienevorschriften beim Bau recht scharf sind. So ist es zwingend vorgeschrieben, dass in jedem Bad eine Badewanne und neben jedem Klo auch ein Bidet zu sein hat. Ok, wir werden auch mal alt und dann kann man sich wenigstens darin die Füße waschen.

Genau so, dass zwischen einem Wohnraum und der Küche mindestens zwei Türen zum WC zu sein haben. Mal sehen, was noch so kommt. Wir nehmen es mit Fassung. Was bleibt uns auch anderes übrig, wenn man sich auf solch ein Abenteuer einlassen will.

Nun laufen auch endlich die ersten Gespräche mit den Baufirmen zur Abgabe von Angeboten. Das Interesse scheint ganz gut zu sein und nun hoffen wir, dass wir auch vernünftige Preise bekommen und der übliche "Ausländeraufschlag" sich in Grenzen hält. Allerdings herrscht auch hier ein Bauboom. Na mal sehen.

Und es passiert auch etwas mit unserem Angelboot. Lief mir doch vor ein paar Tagen José Ricardo im Supermarkt über den Weg. Zwischen den Regalen konnte er mir nicht mehr ausweichen. "Ola, ich rufe dich morgen an und gebe dir den Preis durch." So werden hier Geschäfte gemacht. "Ne, ich komme zu dir und du gibst mir ein schriftliches Angebot" sage ich. Ich soll morgen vorbei kommen, dann hat er es fertig. Ich lasse ihm einen Tag mehr Zeit und komme in seinen Laden. Natürlich ist kein Angebot fertig. Er nimmt einen Zettel aus dem Drucker und kritzelt ein paar Zahlen drauf. Fertig ist das Angebot. Nach mehr als 10 Wochen!! Ein paar Tage später sind wir wieder bei ihm und besprechen die Ausstattung des Bootes und wir bekommen doch plötzlich ein richtig sauber handgeschriebenes Angebot ausgehändigt. Wow, geht doch!

Was ist nun mit der Mauer? Nichts, gar nichts ist passiert. Wird wohl noch dem BER Konkurrenz machen.

Bild: Herbst auf São Jorge mit vielen Regenbögen

Montag, 23. Oktober 2017
Das lange Warten nervt langsam

Eigentlich dachten wir, dass wir um diese Zeit schon voll beim Bauen wären, aber denkste.

Die Baugenehmigung unterteilt sich in zwei Teile. Den ersten Teil haben wir bereits, wie wir schon im August berichteten. Nun müssen wir aber noch eine lange Liste von Ing.-technischen Leistungen einreichen. Dazu zählen u.a. die Statik, die Elektro-, Wasser-, Abwasser und Wegeplanung, aber auch solche unsinnigen Sachen, wie Wärmeschutz-, Akustik-, Brandschutz-, Landschafts- und Telefonplanung. Achtung! Es ist und bleibt ein privates Bauvorhaben!

Wie wir erfahren haben, interessiert sich aber später niemand mehr für die Umsetzung. Hauptsache das Papier ist da. Das Problem ist aber, dass wir nicht so viele Ingenieure auf unserer Insel haben, die so etwas machen dürfen. Hat man dann einen, der dafür Zeit und Lust hat, dann kommen die Sommerferien dazwischen und in dieser Zeit läuft einfach nichts. Und damit sind wir bei dem eigentlichen Problem. Das Geldverdienenwollen.

Wir haben von der azorianischen Mentalität schon gehört, haben es aber eigentlich nicht glauben wollen und nun stecken wir mittendrin.

Geld braucht auch auf diesen Inseln jeder. Ok, fast jeder. Vielen, sehr vielen Einheimischen geht es finanziell nicht gut. Auch bittere Armut sieht man oft und manchmal kann man es kaum glauben, dass das hier die Europäische Union ist. Aber, es ist unsere Sichtweise und wir beurteilen es mit unseren Lebenserfahrungen.

Geld spielt für die Meisten hier eine andere Rolle als für uns Deutsche. Es ist nicht das Wichtigste! Viel wichtiger ist die Familie und die Freunde und eben die Zeit, die man gemeinsam verbringen kann. Wird Geld benötigt, dann wird wieder gearbeitet, auch viel gearbeitet.

Wenn nun gerade Sommerferien sind, die dann auch noch 3 Monate dauern, dann ist eben die Familie wichtiger. Da zählen auch die gutbezahlten Bauprojekte der Ausländer nicht.

Du glaubst es nicht? Wir haben da noch zwei Beispiele.

Francisco, ein drahtiger freundlicher Insulaner um die 60. Er hat sich uns angeboten, eine ca. 20 m lange Mauer aus Naturstein (Vulkangestein, was wir in großen Mengen auf unserem Grundstück haben) als Grundstücksgrenze zu bauen. Es soll eine typische 70 cm hohe azorianische Mauer werden. Anfang Juni hat er den Auftrag bekommen und bis zum heutigen Tag hat er auch schon an 6 Tagen gearbeitet. Die Mauer ist auch schon halbfertig. Was eigentlich eine Arbeit von 3 bis 4 Tagen ist, wird zu einem Jahrhundertbauwerk. Begegnen wir uns einmal auf der Straße, dann entschuldigt er sich immer höflich und versichert, dass er am nächsten Tag weiter arbeiten wird. Gut, es gibt ja viele nächste Tage.

José Ricardo, freundlicher und hilfsbereiter Inhaber und Chef eines Motoren- und Maschinenhandels und einer dazu gehörigen Werkstatt. Wir kennen uns schon seit über einem Jahr, haben dort schon viel Geld gelassen. Wir sind seit einigen Monaten auf der Suche nach einem Angelboot. Ein passendes Gebrauchtboot haben wir bisher noch nicht gefunden. Vor 6 Wochen steht plötzlich ein nagelneues 5,50 m langes Boot vor seinem Laden. Es ist zu verkaufen! Wow, so etwas haben wir doch gesucht. Den passenden nagelneuen 60 PS Honda-Motor hat er auch in seinem Laden stehen. Nun brauchen wir nur noch einen Preis für das komplette Boot mit Trailer. Wir sollen bei unserer ersten Nachfrage am nächsten Tag ein Angebot bekommen. Das war vor sechs (!) Wochen. Zwischenzeitlich waren wir noch viermal im Laden. Immer schauen uns die betroffenen Gesichter der Mitarbeiter an. Achselzucken. Das ist hier Chefsache und Chefé hatte noch keine Zeit.
Vor drei Wochen begegnen wir José auf der Straße: "Ah, morgen ist Feiertag und da habe ich endlich Zeit für das Angebot."

Das Boot steht immer noch vor dem Laden und der Motor steht immer noch im Schaufenster.


Also, eigentlich ist das doch alles schön oder? Menschen, die nicht nur für das Geldverdienen leben. Wir müssen nur noch an unserer Portugiesischen Gelassenheit arbeiten.


Foto: So haben wir wenigstens Zeit für unsere schöne Aussicht. Der Abendhimmel über dem Pico und der Insel Fajal vor dem Eintreffen des Hurrikan Ophelia.

Donnerstag, 10. August 2017
Die Baugenehmigung ist da!

Seit dieser Woche haben wir nun ganz offiziell die Baugenehmigung! Und ..... genau so, wie wir sie beantragt haben. WOW!

Wir haben fest daran geglaubt, aber neben unserem Freund Lino, der dies alles organisiert hat, waren wir wohl die Einzigen, die daran geglaubt haben.

Unsere Freunde auf der Insel, die schon 10, 15 Jahre hier leben und mit der Inselbürokratie nicht nur gute Erfahrungen gemacht haben, glaubten bis zum Schluss nicht daran. Genauso, wie viele der Locals, dass man dort bauen darf.

WIR DÜRFEN!

Was für ein Glück! Wir waren wohl einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort und haben den richtigen Mann (Lino) kennen gelernt.

Nun warten wir auf die Angebote der Baufirmen und hoffen Anfang September anfangen zu können. Damit würden wir noch in unserem Plan liegen.

Foto: Die Bauplätze für die beiden Gästehäuser sind schon einmal ausgepflockt.

Freitag, 9. Juni 2017
Mauerfall

Eine der ersten Arbeiten - wir schaffen Einfahrten auf unserem Grundstück für unser Haupthaus und für unsere Gästehäuser.

Ansonsten müssen wir die alten Mauern erhalten, was wir natürlich auch sehr gern machen wollen.

Aber was die Lavabrocken so wiegen ..... man oh man.

Freitag, 9. Juni 2017
Angrillen

Nach getaner Arbeit!
Angrillen ohne Grill. Ein Rost auf einer unserer vielen rustikalen Mauern macht es auch.

Freitag, 9. Juni 2017
Weitere schwere Technik im Einsatz

Unser Pickup mit seinem neuen Hänger.

Hier sammeln wir Holz von unserem Grundstück, was nach der Rodung der Hecken und Bäume nun zu Brennholz verarbeitet werden soll.

Nur, wann sollen wir nur diese Unmenge an Holz benötigen?

Freitag, 9. Juni 2017
Einsatz von schwerer Technik

Der Dschungel ist erfolgreich gerodet und nun gilt es den Boden für die weitere Bearbeitung vorzubereiten. Ohne eine leistungsfähige Ackerfräse geht hier gar nichts. Der Boden ist seit Jahrzehnten nicht mehr beackert worden.

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