Unser Bauvorhaben

Unsere Bauvorhaben

Hier wird mal unser Haus stehen

Auf diesen Seiten werden wir von unserem neuen Abenteuer "Bauen auf den Azoren" berichten.

Unser Baubericht

Samstag, 31. März 2018
Danke an unsere fleißigen Arbeiter

Am letzten Arbeitstag vor Ostern gab es für unsere fleißigen Arbeiter ein BBQ.

Der deutsche Kartoffelsalat kam super an.

Freitag, 30. März 2018
Der Rohbau wird fertig

Die tragenden Innenwände mit dem vielen Stahl sind nun bei beiden Häusern nahezu fertig.

Gestern wurden die Giebel betoniert und wieder alles per Eimer mit der Hand. Was für eine Knochenarbeit!

Donnerstag, 22. März 2018
Es geht fleißig voran!

Die Ringanker sind eingeschalt und der Stahl liegt. Morgen wird betoniert. Wieder alles mit der Hand und jedes Gramm Beton muss in Eimern gefüllt werden und per Hand hochgereicht werden.

Samstag, 17. März 2018
Alles Handarbeit

Hier (Klicke auf die Überschrift) sieht man die Organisation der Handarbeit.

Samstag, 17. März 2018
Bauen bei jedem Wetter

Wenn es läuft, dann läuft es.

Vor drei Wochen war Baubeginn und die tragenden Wände beider Häuser sind schon nahezu hoch. Alles passiert hier mit der Hand und Muskelkraft. Beton für die Fundamente oder für die Stahlbetonstützen, die den Schutz vor Erdbeben geben, wird vom kleinen Mischer in Schubkarren, dann in Eimer und von Hand eingefüllt. Fertigbeton und Betonpumpen gibt es zwar auf der Insel, werden aber nur auf Großbaustellen verwendet. Die geringen Arbeitskosten machen die Handarbeit viel günstiger.

Das Wetter spielt aber eigentlich nicht richtig mit. Wir hatten in den letzten Wochen viel Wind und sehr viel Regen. Schlechtwetter? Gibt es hier auf dem Bau nicht. Hier wird gearbeitet, auch bei Sturm. Klicke auf die Überschrift für eine kleine Videosequenz.

Montag, 5. März 2018
Wie baut man eigentlich in einem Erdbebengebiet?

Diese Frage haben wir uns bereits gleich zu Beginn unserer Bauabsichten gestellt.
Die Azoren gehören zu einem der für Erdbeben am meisten gefährdeten Gebieten der Welt. Fast täglich ereignen sich hier leichte Erdstöße, die man aber nicht spürt. Ganz anders in der letzten Woche, als die große Insel São Miguel von einem Erdstoß der Stärke 4,3 getroffen wurden. Das Epizentrum lag ca. 20 km westlich der Insel im Meer und das Beben war auf der Insel deutlich zu spüren. Es ist niemand verletzt worden und soweit bekannt, sind auch keine Schäden gemeldet worden. Wir haben nichts gemerkt und auch die gesamte Zeit, seit dem wir hier auf den Azoren sind, haben wir noch kein Erdstoß gemerkt.
Seit vielen Jahren darf hier nur noch erdbebensicher gebaut werden. Wie das aussieht kann man auf dem Foto gut erkennen. Die Häuser werden auf einer sich selbst tragenden Stahlbetonkonstruktion gebaut. Relativ einfach, soll aber recht wirksam sein. Baut man auf dieser Weise, dann sind diese Häuser sogar in der Gebäudeversicherung gegen Erdbebenschäden versicherbar und vor allen Dingen ist diese Versicherung auch bezahlbar.

Samstag, 24. Februar 2018
Endlich Endlich Endlich! Es geht los!

Die positiven Ereignisse überschlagen sich förmlich und das Wichtigste zuerst: Wir haben mit dem Bauen anfangen können! He, nun geht es los! Endlich!
Hinter uns liegen ein paar Wochen, die nicht ohne waren.

Durch die Gespräche mit den Baufirmen und den konkreten Verhandlungen mit "unserer" Baufirma haben wir viel gelernt. Grundsätzlich ist es hier so, dass die Firmen erst einmal idiotische Angebote abgeben. Nach dem Motto: "Na vielleicht haben wir Glück und treffen auf einen Idioten." Erst bei den dann folgenden Gesprächen kommt man sich im Preis langsam näher oder eben auch nicht.

Leider wollen wir zu einer ungünstigen Zeit bauen. Auch hier auf unserer Insel herrscht ein Bauboom. Die vielen öffentlichen Bauaufträge und die staatliche Touristikförderung führt zu vollen Auftragsbüchern der Baufirmen. Wir erreichen somit leider nicht den von uns geplanten Finanzrahmen und so werden wir von unserem Gesamtvorhaben etwas abspecken. Wir bauen nur die zwei Gästehäuser und verzichten vorläufig auf unser Haupthaus. Dafür vergrößern wir das eine Gästehaus von 61 auf 78 m² und werden dort erst einmal selbst einziehen.

Da wir bei dem Standort der Gästehäuser von einer befristeten Ausnahmeregelung zur Tourismusförderung profitieren, können wir nicht davon ausgehen, dass wir so dicht am Wasser jemals wieder eine Baugenehmigung bekommen werden. Folgerichtig nutzen wir also diese Gelegenheit und schauen einfach erst einmal, wie sich alles entwickelt.

Die Detailplanung der Häuser haben wir abgeschlossen und nun schauen wir mal, was die Baufirma daraus macht. Laut Vertrag, den wir aber bisher nur per Handschlag "vorliegen" haben, sollen beide Häuser zum Ende Oktober diesen Jahres schlüsselfertig sein. Erstaunlich ist, dass wir immer erst am Ende eines jedes Monats nach dem bis dahin erreichten Baufortschritt, bezahlen werden. Dies ist auch für hiesige Verhältnisse nicht Standard. Die Baufirma, für die wir uns entschieden haben, hat hier einen sehr guten Ruf. Na mal sehen.
Nun dreht sich bereits der Bagger und nach einer nur dünnen Schicht von Mutterboden, wühlt sich die Schaufel durch ein feines Lavageröll.

Den ganzen Papierkram haben wir nun fast hinter uns. Wir haben auch gelernt, dass wenn man eine Baugenehmigung hat, man noch lange nicht mit dem Bauen anfangen kann. Denn wenn man sich nun endlich für eine Baufirma entschieden hat, dann muss man eine sogenannte Bauanzeige einreichen und mit ihr eine lange Liste von 16 Papieren einreichen. Als wir sie nun endlich zusammen hatten und diese am Mittwoch zum Rathaus brachten, haben sich erst einmal drei dortige Mitarbeiter 20 Minuten lang die gesammelten Werke angesehen und diskutiert, was das für Unterlagen sind und ob sie vollständig sind. Gut das wir fast nichts von der Sprache verstehen, aber es kam uns schon so vor, als ob das der erste Bauantrag seit Ende der Salazar-Diktatur (1974) ist. Später erfahren wir, dass gerade neue Bauvorschriften eingeführt werden und man gerade bei Ausländern keine Fehler machen möchte. Kommende Woche sollen wir nun die "Aviso", was so etwas wie die öffentliche Bauanzeige ist, bekommen.

Zwischenzeitlich sind wir auch in unser gemietetes Haus umgezogen und staunten nicht schlecht, wie viel Kram wir so in unserem Schiff hatten.

Ja, und unser Angelboot haben wir nun auch endlich bekommen. Das bisherige ruhige Winterwetter ließ auch schon ersten erfolgreichen Angelversuche zu.

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